Es scheint, als sei die Debatte darüber, wie wir unsere Produktivität maximieren, zu „diesem Mädchen“ werden und eine makellose Morgenroutine von 5 bis 9 Uhr morgens – noch vor unserem 9- bis 17-Uhr-Arbeitstag – dokumentieren, lauter denn je. Manchmal fühlt es sich an, als würde die Gesellschaft uns ermutigen, unsere Seele in sieben Teile zu zerreißen. Zum Glück scheint die Gegenbewegung, die sich für stärkere persönliche Grenzen und mehr Selbstmitgefühl einsetzt, das Gleichgewicht langsam wiederherzustellen.
Ich hatte das Vergnügen, mich am langen Wochenende – der idealen Zeit für Reflexion – fernab meines Schreibtisches und des alltäglichen Trubels in Emma Gannons neuestes Sonntag-Times-Bestseller „The Success Myth“ zu vertiefen.
Die Lektüre von „The Success Myth“ fühlte sich an, als würde ich ein Gespräch mit meiner weiseren, älteren Schwester (falls ich eine hätte) führen, die mir vermittelt, dass bestimmte Gedanken und Ängste nicht dazu führen müssen, dass ich das Gefühl habe, die Welt liege auf meinen Schultern. Ich glaube, ich bin ziemlich gut darin, meine Grenzen zu anderen und der Welt im Allgemeinen abzustecken, aber natürlich sind wir nur Menschen, und Momente des Vergleichs können gelegentlich auftauchen, daher ist es wichtig, dass wir uns Zeit für innere Einkehr nehmen können.
Nach ihrer umfassenden Karriere und ihrem blühenden Privatleben erzählt Gannon, wie trotz des Anscheins, „alles zu haben“, ein unterschwelliges Gefühl der Unerfülltheit und Unzufriedenheit blieb. Gannon reflektiert nicht nur ihre eigene Karriere, sondern interviewt auch eine beträchtliche Liste erfolgreicher Persönlichkeiten. Ihr „Success Myth Buster“ legt dar, wie man sich realistische Lebensziele setzt, lehrt uns die Bedeutung eines präsenteren Lebens ohne Vergleiche und bekräftigt, dass das Gras oft nicht grüner ist, egal wie sehr die Gesellschaft uns das einzutrichtern versucht hat.
Emma teilt am Ende jedes Kapitels Einblicke und fasst verständliche, umsetzbare Maßnahmen zusammen, die helfen, diesen möglichen Stress zu lindern, damit wir uns nicht als bloßes Rädchen fühlen, sondern mehr Kontrolle über unsere langfristigen Ziele haben, anstatt solchen zu folgen, von denen wir glauben, wir müssten ihnen folgen.
Ich fand „The Success Myth“ sehr zum Nachdenken anregend und bot mir die Möglichkeit zu einer inneren Auseinandersetzung darüber, wie ich meine eigene Vorstellung von Erfolg besser verstehen und wie diese für mich aussehen könnte – sehr empfehlenswert.